20.12.2019
Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende ab 2020

Aus­zu­bil­den­de haben ab 1.1.2020 Anspruch auf eine Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung. Grund­la­ge hier­für ist das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung erar­bei­te­te Gesetz zur Moder­ni­sie­rung und Stär­kung der beruf­li­chen Bil­dung (BBi­MoG).

Im BBiG wird nun für alle Berufs­aus­bil­dun­gen, die ab 1.1.2020 begon­nen wer­den, eine Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung von 515 Euro fest­ge­legt (§ 17 BBiG). Die­se erhöht sich bis zum Jahr 2023 schritt­wei­se.

Aus­bil­dungs­be­ginn Min­dest­ver­gü­tung
2020 515 Euro
2021 550 Euro
2022 585 Euro
2023 620 Euro

Für das zwei­te Aus­bil­dungs­jahr ist ein Auf­schlag von 18 Pro­zent, für das drit­te von 35 Pro­zent und für das vier­te von 40 Pro­zent vor­ge­se­hen.

Davon aus­ge­nom­men sind jedoch tarif­ver­trag­li­che Rege­lun­gen. Sieht also ein Tarif­ver­trag eine Aus­bil­dungs­ver­gü­tung unter­halb der Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung vor, dür­fen tarif­ge­bun­de­ne Betrie­be sich nach die­sem Tarif­ver­trag rich­ten.
Nicht tarif­ge­bun­de­ne Betrie­be kön­nen die für ihre Bran­che und Regi­on ver­ein­bar­ten tarif­li­chen Aus­bil­dungs­ver­gü­tung um bis zu 20 Pro­zent unter­schrei­ten, aller­dings höchs­tens bis zur Gren­ze, die die Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung vor­gibt.

Die Min­dest­aus­bil­dungs­ver­gü­tung gilt auch für außer­be­trieb­li­che Aus­bil­dun­gen.

Hier der Link zum BBiG:

https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Das_neue_Berufsbildungsgesetz_BBiG.pdf

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