Beruf des Monats Sepetmber: DachdeckerIn

© Dach­de­cker Dein Beruf

“Komm in die Dach­de­cker­fa­mi­lie!”

Lau­tet das Mot­to von Ober­meis­ter Jörg-Die­ter Mann der Lan­des­in­nung des Dach­de­cker­hand­werks Ber­lin. Damit wird deut­lich, dass neue Mit­ar­bei­te­rIn­nen im Dach­de­cker­hand­werk will­kom­men sind, geschätzt wer­den und als Teil einer gro­ßen Com­mu­ni­ty ange­se­hen wer­den, bei der der Spaß und die Arbeit im Team eine wich­ti­ge Rol­le spie­len.

Der Beruf ist genau rich­tig für jeden, der abwechs­lungs­reich im Frei­en und im Team arbei­ten möch­te. Denn Dach­de­cke­rIn­nen ver­de­cken nicht nur das Dach mit Dach­zie­geln, son­dern sind für vie­le wei­te­re Din­ge, wie die Wär­me­däm­mung, die Fas­sa­den­ver­klei­dung, den Auf­bau von Grün­dä­chern oder den Ein­bau von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ver­ant­wort­lich. Dafür sind sie täg­lich in schwin­del­erre­gen­der Höhe im Ein­satz.

Teamarbeit in der Höhe / Bildquelle: Landesinnung des Dachdeckerhandwerks Berlin

Trends und Ent­wick­lun­gen

In Ber­lin ver­blei­ben laut Rue­di­ger Tha­ler, Geschäfts­füh­rer der Lan­des­in­nung Ber­lin, cir­ca 80 % der Lehr­lin­ge nach ihrer Aus­bil­dung im Gewerk und 20 % bre­chen wäh­rend der Lehr­zeit ab.
Die Berufs­chan­cen von zukünf­ti­gen Dach­de­cke­rIn­nen sind der­zeit aus­ge­zeich­net: “Der Sanie­rungs­markt ist in Ber­lin sehr groß. Mit einer Aus­bil­dung im Dach­de­cker­hand­werk hat man als Ange­stell­ter und als Chef eine soli­de Grund­la­ge für sich und sei­ne Fami­lie.”, ver­rät Jörg-Die­ter Mann. Mehr dazu im Inter­view!

Im Dach­de­cker­hand­werk wer­den ver­mehrt moder­ne Tech­no­lo­gi­en ein­ge­setzt. So erleich­tern bei­spiels­wei­se Droh­nen zuneh­mend die Arbeit von Dach­de­cke­rIn­nen. Die­se wer­den bei der Inspek­ti­on eines Dachs ein­ge­setzt, um den aktu­el­len Zustand für die Ange­bots­er­stel­lung oder für War­tungs­ar­bei­ten zu ermit­teln. Der Ein­satz von Droh­nen bedeu­tet mehr Sicher­heit und vor allem Zeit- und Kos­ten­er­spar­nis, denn der Zeit­auf­wand ist für Droh­nen im Ver­gleich zum Men­schen erheb­lich gerin­ger. Doch nicht nur Droh­nen, auch 3D-Scan­ner kön­nen mitt­ler­wei­le Häu­ser ver­mes­sen und den Dach­de­cke­rIn­nen die Arbeit ver­kür­zen und erleich­tern.

Drohne für die Dachinspektion / Bildquelle: ZDVH

Was sind die täg­li­chen Auf­ga­ben von Dach­de­cke­rIn­nen?

  • Durch­füh­rung von Steil­dach- und Flach­dach­ar­bei­ten sowie Bau­werks­ab­dich­tun­gen
  • Aus­füh­rung von Fas­sa­den­ar­bei­ten
  • Ein­de­cken und Abde­cken von Dächern und Wand­flä­chen mit Dach­zie­geln, Schie­fer, Papp­do­cken, Schin­deln, etc.
  • Anfer­ti­gung sowie Mon­ta­ge von Ver­klei­dun­gen und Blech­ab­de­ckun­gen
  • Reparatur‑, Sanie­rungs- und War­tungs­ar­bei­ten an Fas­sa­den­be­klei­dun­gen und Dächern
  • Ein­rich­tung von Blitz­schutz­an­la­gen
  • Ein­bau von Dach­fens­tern, Dach­rin­nen, Licht­kup­peln, Solar­an­la­gen, etc.
  • Kamin­an­schlüs­se, Schnee­fang­git­ter und ande­re Schutz­vor­rich­tun­gen ein­bau­en
  • Ener­gie­samm­ler und ‑umset­zer (z.B. Son­nen­kol­lek­to­ren und foto­vol­ta­i­sche Ele­men­te) in Dach- und Wand­flä­chen ein­bau­en
  • Auf­bau von Grün­dä­chern
  • Durch­füh­rung von Wär­me­däm­mung an Außen­wand und Dach sowie ener­ge­ti­schen Sanie­run­gen

Vielfältige Aufgabenbereiche in der Werkstatt / Bildquelle: ZDVH

Wie wird man erfolg­rei­che Dach­de­cke­rIn?

Die Aus­bil­dung dau­ert ins­ge­samt drei Jah­re und endet mit der Gesel­len­prü­fung. In den ers­ten zwei­ein­halb Lehr­jah­ren sind die Inhal­te für alle Aus­zu­bil­den­den gleich. Danach kannst du dich in ver­schie­de­nen Fach­rich­tun­gen spe­zia­li­sie­ren: Abdichtungs‑, Energie‑, Reetdach‑, Dach­de­ckungs- oder Außen­wand­be­klei­dungs­tech­nik. Die gesam­te Aus­bil­dung läuft dual ab. Die Theo­rie lernst du in der Berufs­schu­le und die Pra­xis in dei­nem Aus­bil­dungs­be­trieb.

Wel­che Fähig­kei­ten sind wich­tig und wel­cher Schul­ab­schluss ist Vor­aus­set­zung?

  • BBR gewünscht, aber kein Schul­ab­schluss gesetz­lich vor­ge­schrie­ben
  • Schwin­del­frei­heit (kei­ne Höhen­angst)
  • Team­fä­hig­keit
  • Sorg­fäl­ti­ge Arbeits­wei­se
  • Umsicht
  • Hand­werk­li­ches Geschick
  • Tech­ni­sche Affi­ni­tät und mathe­ma­ti­sches Ver­ständ­nis

Dachdecker auf dem Steildach / Bildquelle: ZDVH

Wie geht es nach der Aus­bil­dung wei­ter?

Nach der Aus­bil­dung kannst du als Dach­de­cke­rIn in Betrie­ben des Dach­de­cker­hand­werks Anstel­lung fin­den. Zudem kannst du dich viel­fäl­tig wei­ter­bil­den ud beruf­lich auf­stei­gen.
So kannst du bei­spiels­wei­se die Meis­ter­prü­fung able­gen und dich anschlie­ßend selb­stän­dig machen. Ein wei­ter­füh­ren­des Hoch­schul­stu­di­um Mit einer Hoch­schul­zu­gangs­be­rech­ti­gung, bei­spiels­wei­se im Bau­in­ge­nieur­we­sen, ist eben­falls mög­lich.

Gehalt wäh­rend der Aus­bil­dung

Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de

Durch­schnitt­li­ches Ein­stiegs­ge­halt

Nach dei­ner Aus­bil­dung kannst du als Dach­de­cke­rIn unge­fähr zwi­schen 1.500 und 2.000 Euro ver­die­nen. Als Dach­de­cker­meis­ter beträgt dein mög­li­ches Gehalt dann spä­ter sogar zwi­schen 3.000 bis 4.500 Euro.

Hast du Lust auf den Beruf bekom­men? Dann schau doch mal auf fol­gen­der Sei­te:

https://dachdeckerdeinberuf.de/